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+ Ferienjobs

ra-strohm24
Herausgegeben von in Artikel aus der Kanzlei ·
Tags: FerienjobMinijob2015

Während der Sommerferien werden wieder viele Schüler und Studenten die Zeit nutzen, um während der Ferien einem Job nachzugehen. Vor der Aufnahme eines Ferienjobs sollten die Aspekte des Arbeits-und des Steuerrechts berücksichtigt werden.

Es ist grundsätzlich zu beachten, dass auch Ferienjobber lohnsteuerpflichtig sind. Bei Beginn des Ferienjobs sind dem Arbeitgeber die Steuer-Identifikationsnummer und das Geburtsdatum bekannt zu geben. Ebenfalls ist anzugeben ob ein weiterer Ferienjob ausgeübt wird. Dies ist wichtig für die Frage, welche Steuerklasse in Ansatz zu bringen ist. Geht der Ferienjobber nur einer Tätigkeit nach, ist in der Regel die Steuerklasse I. anzuwenden. Hierbei ist davon auszugehen, dass Steuern erst anfallen, wenn ein Monatslohn von mehr als 950,00 Euro gezahlt wird. Besteht bereits ein weiteres Arbeitsverhältnis, wird die Lohnsteuerklasse VI zu Grunde gelegt. Dies führt dazu, dass fast ab dem ersten verdienten Euro Lohnsteuern zahlen sein wird. Wenn aber alle Einkünfte nach Abzug aller Beiträge unter dem steuerlichen Existenzminimum bleiben, kann sich der Ferienjobber die einbehaltenen Steuern zurückerstatten lassen. Hierzu ist es erforderlich, dass eine Lohnsteuererklärung abgeben wird. Das Existenzminimum und damit der Steuerfreibetrag liegt in diesem Jahr bei 8.472 Euro.

Wenn Schüler eine Tätigkeit als Minijobber ausüben, werden in der Regel keine Steuern oder Sozialversicherungsbeiträge abzuführen sein. Beides übernimmt in diesem Fall der Arbeitgeber. Jedoch ist hier zu beachten, dass der ausbezahlte Lohn nicht höher als 450,00 € sein darf. Zu beachten ist noch für die Gewährung von Kindergeld, dass das Kind, welches bereits eine Erstausbildung abgeschlossen hat und z.B. ein Studium aufgenommen hat, lediglich 20 Stunden pro Woche arbeiten darf, um nicht den Anspruch auf das Kindergeld zu verlieren. Die Höhe des Einkommens wiederum spielt hier keine Rolle mehr. Nur die Arbeitszeit ist noch zu beachten. Eine Ausnahme hiervon wird gemacht, wenn die Arbeitszeit in 2 Monaten mehr als 20 Stunden beträgt, aber im Jahresdurchschnitt die 20 Stunden eingehalten werden. Eine weitere Ausnahme wird bei Ferienjobs in der Weise gemacht, als das der Verdienst, welcher über den eines Verdienst im Minijobs liegt 2015 sozialversicherungsfrei bleibt, wenn es zu einer Begrenzung auf 3 Monate oder 70 Arbeitstage gekommen ist. Diese Begrenzung muss im vorhinein erfolgen.




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